
Der Poker Club Wien beleuchtet die Auswirkungen der globalen Finanzkrise in der Poker Welt.
Liebe Mitglieder des Poker Club Wiens,
in diesem Artikel stellen wir uns die Frage wie die derzeitige Finanzkrise sich aufs globale Pokern auswirkt.
Ob ihr nun in Wien bei einem Club poker spielt, oder von zuhause aus online pokert, oder einen Trip nach Las vegas plant um dort zu pokern, der Poker Club Wien kann euch hiermit ein paar Informationen rund um das eigentliche Kapital beim pokern aka Geld liefern.
Die negativen Botschaften nehmen ja kein Ende, Firmen Konkurse und Finanzspritzen, Kurzarbeit und Entlassungen am laufenden Band. Die Finanzkrise hat die Realwirtschaft erreicht und keiner weiß so recht was noch kommen wird. Die Medien freuen sich umso mehr, denn Hiobsbotschaften lassen sich leicht verkaufen.
Doch wie geht es unserem geliebten Poker Spiel in den Zeiten der düsteren Prognosen? Heisst Finanzkrise zwangsläufig Krise für unseren Poker Bankroll?
Wir wollen nun auf die Veränderungen auf uns Poker Spieler schauen, egal ob wir in Wien oder sonstwo bei einem Club unsere Chips in die Mitte schieben. Und genau ab hier wird es kompliziert, weil sich einfach soviele unterschiedliche Poker Spieler an den realen und virtuellen Poker Tischen wiederfinden. Von dem typischen Poker Spieler der sich mit Pokern hauptberuflich durchs Leben spielt kann hier nicht gesprochen werden, weil unsere bestehende Poker Welt an sich schon eine Gesellschaft mit all ihren Eigenheiten ist.
Schwarzmaler sagen das Krisen immer die Armen, Alten und Schwachen am härtesten treffen.
Nun, um die alten Poker Spieler brauchen wir uns mal keine Sorgen machen, die haben schon solange auf den grünen Filz von unzähligen Poker Tischen gestarrt das keiner von ihnen je am Hungertuch nagen werden muss.
Und die Kranken? Nun für diejenigen unter uns, deren Blut und Adrenalinspielen linear mit dem Aufdecken von Flop, Turn und River beim No limit Poker steigt, nun diese erlauchten Herren und Damen der Poker Gesellschaft werden auch weiterhin ihre Chips setzten.
Und die Armen? Nun, ein jeder Poker Spieler, ob er professionell pokert oder sich mit Freunden im Club zum pokern trifft, hat schon mal seinen ganzen Poker Bankroll in den Sand gesetzt. Berufsrisiko sozusagen. Deshalb macht es auch keinen entscheidenden Unterschied ob dies vor oder nach dem Kollaps des Derivathandels geschah.
Aber lässt sich so einfach daraus schliessen, dass sich die Poker Welt unbeeindruckt von der Rezession weiterdrehen wird?
Auswirkungen lassen sich nämlich dennoch erkennen. Und zwar gibt es erste, aber dennoch schon signifikante Veränderungen an den Poker Tischen beziehungsweise bei den Poker Limits.
Nicht etwa im Micro oder super low stakes limit Bereich, wo der erfahrene Poker Spieler sich ja nicht an den Tisch setzt. Das liegt sicher daran, das der Hobby Spieler, der mit seinem 200 Euro Poker Bankroll zum Spaß pokert, sich kaum an den Millionenpleiten der Spieler im nah verwandten Aktien Poker Spiel kratzt. Seine zwanzig Euro die er mal gewinnt mal verliert werden die Finanzwelt nicht aus der Krise führen.
Aber in den Mid Stakes macht sich die Krise bemerkbar. Hier gibt es einen Wandel den der professionelle Poker Spieler spürt, wenngleich dieser eher in den Poker Casinos als wie beim online poker zu erkennen ist.
Die betuchten Gelegenheitsspieler, die sonst gern um $1/$2 bis $10/$20 Blinds pokern sind zur Zeit in den Card Casinos rar. Vergeblich warten dort die Poker Haie auf Klientel, das sie gerne wie einen Fisch ausnehmen würden. Wo sonst ein paar hundert Euro regelmässig den Besitzer wechselten herrscht nun Sparbetrieb. Es bleibt nur zu hoffen das die Card Casinos wegem dem schlechten Geschäftgangs nicht auf die glorreiche Idee kommen, das Rake beim Pokern zu erhöhen, umso das geringere Spielvolumen auszugleichen - das würde nämlich die Poker Szene noch mehr einbrechen lassen. Hat schon bei den Pferdewetten nicht funktioniert - aber wer hat schon jemals aus der Geschichte gelernt?
Dennoch gibts noch mehr gute Nachrichten. Wer zum Pokern zum Poker Club Wien kommt kann jederzeit gern an unseren High Stakes Tischen Platz nehmen.
Scherz beiseite, beziehungsweise soll dieser kleine Scherz überleiten zu den Orten wo um verdammt viel Geld gepokert wird, von Spielern die mit ihrem Geld offensichtlich besser umzugehen wissen als unsere Möchte-gern-mit-viel-Werpapieren-spielen (Spieler?)
Denn beim online Poker an den virtuellen High-Stakes Tischen geht es munter weiter. Die $500/$1000 Tische auf Full Tilt Poker und auch die $400/$800 Tische bei Poker Stars sind immer noch regelmässig gut besucht.
Und auch abseits des online poker gilt das Motto: Finanzkrise? Was ist das?
Wer will schaut sich die letzte Staffel des High Stakes Pokern (Season 5) an. Oder er wagt einen Besuch im Golden Nugget Casino, wo das Minimum Buy in auf 200 000 dollar verdoppelt wurde, und das bei $400/$800 Blinds und $200 Ante - für alle die nicht gern rechnen: Es liegen dort $2800 in der Mitte des Pokertisches bevor die erste Hand ausgeteilt wird.
Abschließend lässt sich also dazu sagen, das so wie es jetzt aussieht, wir weiterhin viel Spaß am pokern haben werden, ob bei uns im Poker Club Wien oder in der Wüste Nevadas, keiner der gern Poker spielt wird sich von der globalen Krise von seinem Weg abbringen lassen, ganz gleich um wieviel Geld er auch immer pokern möchte.
Ah, da fällt mir ein, ich hab gestern 20 Euro verspielt....
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